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revDSG und DSGVO: was für Schweizer Unternehmen gilt

13.08.2026 · 6 Min. · Daniel Giebelhaus

Viele Schweizer Unternehmen unterliegen beiden Regelwerken gleichzeitig. Das revidierte Datenschutzgesetz gilt seit dem 1. September 2023 für Bearbeitungen mit Bezug zur Schweiz. Die DSGVO kommt zusätzlich ins Spiel, sobald Sie sich an Personen in der EU richten. Entscheidend ist also nicht, wo Ihre Firma sitzt, sondern wen Sie ansprechen.

Wann welches Recht greift

Das revDSG knüpft an den Bezug zur Schweiz an. Die DSGVO folgt dem Marktortprinzip: Sie greift, wenn Sie Waren oder Dienstleistungen gezielt Personen in der EU anbieten oder deren Verhalten beobachten. Ein Hinweis darauf ist, ob Sie in Euro auszeichnen, in die EU liefern oder Ihre Website in einer Sprache und Ansprache führen, die sich klar an ein EU-Publikum richtet. Reine Erreichbarkeit einer Website aus dem Ausland genügt für sich allein nicht.

Wo die beiden praktisch auseinandergehen

Was das im Alltag heisst

Wer beide Märkte bedient, fährt in der Praxis meist nach dem strengeren Massstab. Zwei parallele Abläufe für Einwilligung, Löschung und Auskunft sauber getrennt zu halten, kostet im Betrieb mehr, als es einbringt. Wer ausschliesslich Schweizer Kundschaft bedient, kann sich das Leben an einigen Stellen einfacher machen, sollte diese Einschätzung aber schriftlich festhalten, statt sie stillschweigend anzunehmen.

Wo es sich lohnt, genauer hinzuschauen

Heikel wird es dort, wo Daten das Land verlassen, wo besonders schützenswerte Daten anfallen und wo Werkzeuge im Einsatz sind, deren Anbieter US-Recht untersteht. Diese drei Punkte rechtfertigen eine juristische Prüfung, während die alltägliche Website-Praxis meist mit einer sauberen Grundordnung auskommt. Wie die für eine Firmenwebsite aussieht, steht in der revDSG-Checkliste für Websites.

Dieser Text ist eine Orientierung und keine Rechtsberatung. Welche Regeln für Ihre konkrete Situation gelten, gehört im Zweifel zu einer spezialisierten Anwältin oder einem spezialisierten Anwalt.

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