Für SEO-Beratung gibt es keinen Listenpreis, weil der Aufwand von der Ausgangslage abhängt. Üblich sind drei Modelle: ein Projekt zum Festpreis, ein monatlicher Retainer für laufende Begleitung oder Abrechnung nach Aufwand. Den Preis treibt weniger die Grösse Ihrer Website als der Abstand zwischen Ihrer heutigen Position und dem Ziel.
Die drei üblichen Abrechnungsmodelle
Projekt zum Festpreis
Der Umfang wird vorher beschrieben, der Preis steht fest. Das passt für abgegrenzte Aufgaben: ein Audit, die Begleitung eines Relaunches, der Aufbau einer Seitenstruktur. Der Vorteil liegt in der Planbarkeit, der Nachteil darin, dass alles, was unterwegs auftaucht, neu verhandelt werden muss.
Monatlicher Retainer
Sie buchen ein festes monatliches Kontingent für laufende Arbeit. Das lohnt sich, wenn regelmässig Inhalte entstehen, mehrere Beteiligte koordiniert werden müssen oder die Website sich ständig verändert. Achten Sie auf die Kündigungsfrist und darauf, ob nicht genutzte Stunden verfallen.
Abrechnung nach Aufwand
Sie zahlen die tatsächlich geleisteten Stunden. Das ist ehrlich, wenn der Umfang wirklich offen ist, verlangt aber Vertrauen und eine saubere Rapportierung. Für den Einstieg ist es selten das beste Modell, weil niemand vorher weiss, wo die Rechnung landet.
Was den Preis treibt
- Die Ausgangslage. Technische Altlasten kosten Zeit. Eine Website, die über mehrere Adressen erreichbar ist oder deren Seiten sich gegenseitig Konkurrenz machen, muss erst aufgeräumt werden, bevor Inhalte überhaupt wirken.
- Der Wettbewerb um Ihre Begriffe. Ein Nischenbegriff mit wenigen ernsthaften Anbietern ist in Monaten erreichbar. Ein Begriff, um den etablierte Anbieter seit Jahren kämpfen, braucht deutlich mehr Aufwand oder ist schlicht nicht das richtige Ziel.
- Wer umsetzt. Beratung, die nur analysiert und Ihrem Team die Umsetzung überlässt, ist günstiger als Beratung, die selbst schreibt und entwickelt. Beides ist legitim, es muss nur vorher klar sein.
- Sprachen und Standorte. Jede zusätzliche Sprachversion und jeder zusätzliche Standort vervielfachen die Arbeit an Inhalten und lokalen Signalen.
Woran Sie ein faires Angebot erkennen
Ein brauchbares Angebot kommt nach einer Analyse, nicht davor. Es benennt, was gemacht wird, wer es macht und woran Sie den Erfolg messen. Es unterscheidet zwischen einmaligem Aufwand und laufender Arbeit. Und es sagt offen, was nicht dazugehört, damit später keine Überraschung entsteht. Was in eine solche Analyse gehört, steht in der Checkliste für ein SEO-Audit.
Warnsignale
- Eine Garantie auf Platz 1. Niemand kontrolliert Googles Rangfolge, und wer das verspricht, verkauft entweder Glück oder Risiko.
- Ein Pauschalpaket, das schon feststand, bevor jemand Ihre Website angeschaut hat.
- Monatliche Berichte als Hauptleistung. Ein Bericht verändert kein Ranking.
- Lange Mindestlaufzeiten ohne Ausstieg. SEO braucht Geduld, aber nicht zwei Jahre Bindung.
Wie Sie das Budget einordnen
Die nützlichere Frage ist nicht, was die Beratung im Monat kostet, sondern was eine zusätzliche Anfrage bei Ihnen wert ist. Wenn Sie wissen, wie viele Anfragen zu einem Abschluss führen und was ein Kunde über die Zeit einbringt, lässt sich ausrechnen, ab welcher Zahl zusätzlicher Anfragen sich der Aufwand trägt. Diese Rechnung ist ehrlicher als jeder Branchenvergleich. Wie Sie Anfragen aus vorhandenem Verkehr überhaupt sauber messen, steht im Artikel zu Conversion Rates.
Wenn Sie wissen möchten, wo Ihre Website heute steht, bevor Sie ein Budget sprechen: Die kostenlose Kurzanalyse zeigt die grössten Bremsen. Zur laufenden Begleitung finden Sie mehr auf der Seite zur SEO Beratung in Zürich.
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